Die Ulmer Jusos kritisieren den Beschluss des Landtags in Baden-Württemberg die Ladenöffnungszeiten vollständig zu liberalisieren. „Wer durch solch eine Regelung profitieren soll, ist mir nicht klar. Ich sehe eher die daraus folgenden Schwierigkeiten,“ so der Sprecher der Ulmer Jusos, Hans-Ulrich Probst.
Die Ulmer Jusos kritisieren den Beschluss des Landtags in Baden-Württemberg die Ladenöffnungszeiten vollständig zu liberalisieren. „Wer durch solch eine Regelung profitieren soll, ist mir nicht klar. Ich sehe eher die daraus folgenden Schwierigkeiten,“ so der Sprecher der Ulmer Jusos, Hans-Ulrich Probst.
Dass der Einzelhandel durch solch eine Regelung profitieren wird, ist nicht zu erwarten. Gerade kleinere Geschäfte und der Mittelstand sind klare Verlierer: Sie können auch in Zukunft nicht durchgehend geöffnet haben und bis spät in die Nacht ihre Waren anbieten und Umsatz betreiben. „Sie werden im Vergleich zu größeren Einkaufshäusern ganz klar auf der Strecke bleiben,“ so die Jusos.
Ungeklärt ist auch der Punkt, wie sich die Neuregelung auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auswirkt. Nach Ansicht der Jusos ist die Gleichwertigkeit zwischen wirtschaftlicher Freiheit und arbeitnehmerischer Sicherheit nicht mehr gewährleistet. Hans-Ulrich Probst erklärt das so: „Wie soll man einer Verkäuferin erklären, deren Kinder zu Hause auf sie warten, dass sie in Zukunft abends länger arbeiten soll, nur damit der Markt mehr Umsatz macht? Reichen denn die Öffnungszeiten von Discountern nicht, um wichtige Dinge zu kaufen?“
Für die Jusos überwiegen klar die negativen Aspekte dieser Liberalisierung. Deshalb fordern die Ulmer Jusos alle Geschäfte in der Region auf, die bisherige Regelung weiterzuführen: „Kleinen Geschäften und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern muss auch in Zukunft ein eigenes Leben und die Existenz zugestanden werden.“