Jusos fordern Mut zum Dialog
"Iran: Mut zum Dialog". Das war Thema einer Diskussion, die die Ulmer und Neu-Ulmer Jusos veranstalteten. Rund 30 interessierte junge Leute wollten mitreden.
Mit der Wiederaufnahme der Urananreicherung und der Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der internationalen Atombehörde hat der Iran den Konflikt um sein Atomprogramm weiter verschärft. Bisherige Gesprächsangebote scheiterten an der kompromisslosen Haltung des Irans, insbesondere seines Präsidenten, Mahmud Ahmadineschad.
"Iran: Mut zum Dialog". Das war Thema einer Diskussion, die die Ulmer und Neu-Ulmer Jusos veranstalteten. Rund 30 interessierte junge Leute wollten mitreden.
Mit der Wiederaufnahme der Urananreicherung und der Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der internationalen Atombehörde hat der Iran den Konflikt um sein Atomprogramm weiter verschärft. Bisherige Gesprächsangebote scheiterten an der kompromisslosen Haltung des Irans, insbesondere seines Präsidenten, Mahmud Ahmadineschad.
Die Jusos setzen dennoch auf den Dialog. "Krieg ist keine Lösung", sagte die stellvertretende Juso-Vorsitzende Simone Burger jetzt auf einer von den Ulmer und Neu-Ulmer Jusos veranstalteten Podiumsdiskussion in den Ulmer Stuben. Für Länder wie den Iran oder auch Pakistan, die jahrelang lediglich Randfiguren der Weltbühne gewesen seien, sei die Atomfrage quasi ein Faustpfand für mehr internationale Beachtung.
Auch innerhalb des Irans einige das Atomprogramm und der Anti-Zionismus die unterschiedlichen Lager. Zudem lenke es davon ab, dass der iranische Präsident seine Wahlversprechen nach mehr sozialer Politik und Armutsbekämpfung nicht einhalten kann. Da der Iran sehr wenig in die arabische Liga eingebettet sei, hätten auch andere, gemäßigtere Staaten des nahen und mittleren Ostens kein großes Interesse, beschwichtigend auf den Konflikt einzuwirken.
Die SPD-Nachwuchsorganisation hält daher "politische Kommunikation nicht nur auf Ebene der Außenminister und des iranischen Präsidenten" für einen gangbaren Weg, um dem Konflikt zu begegnen, sagte Burger. Dazu gehörten "ernsthafte Angebote" von internationaler Seite. Aber auch, dass der Iran das Existenzrecht Israels anerkenne. "Ein Dialog mit dem Iran mit ernsthaften Lösungen ist anstrengend und kostet Geld", glaubt die stellvertretende Juso-Vorsitzende.
Was aber wenn aller Dialog nicht zum gewünschten Erfolg führt - so lautete eine Frage aus dem Publikum. Darauf blieben letztlich auch die Jungsozialisten eine Antwort schuldig. Burger: "Grundsätzlich sind wir gegen Atomkraft und für eine Verschärfung des Atomwaffensperrvertrags. Egal für welches Land."
In etwa fünf Jahren, so schätzen Experten, wäre der Iran in der Lage, eine Atombombe zu bauen. Zumindest so lange bliebe also Zeit zum Dialog.
Südwest-Presse Ulm, von PETRA FORBERGER