Jusos Ulm

Solidarisch in Ulm

Martoi Rivoir im Gespräch mit den Ulmer Jusos

Veröffentlicht am 28.02.2007 in Pressemitteilungen

Stuttgart 21. Armut. Bildung. Dies waren die Themen über die Martin Rivoir, SPD-Landtagsabgeordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Ulmer Stadtrat am Abend des gestrigen Dienstags mit den Ulmer Jusos sprach.

Stuttgart 21. Armut. Bildung. Dies waren die Themen über die Martin Rivoir, SPD-Landtagsabgeordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Ulmer Stadtrat am Abend des gestrigen Dienstags mit den Ulmer Jusos sprach.
Dass „Bahnhöfe quasi näher an Städte heranwachsen können“, kennen wir bereits von Stoiber. Eine praktische Umsetzung dieser dubiosen Theorie stellt das Projekt Stuttgart 21 dar, welches der Ulmer Landtagsabgeordnete Martin Rivoir den Ulmer Jusos am gestrigen Abend näher erklärte. Ein Umbau der Zugstrecke von Ulm nach Stuttgart, auf der momentan die Züge nicht wirklich „volle Kraft voraus“ fahren und die damit verbundene Drehung des Stuttgarter Sackbahnhofs um 90°sind im Rahmen dieses Projektes zwar schon seit langem geplant, ob dies jedoch tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, soll sich demnächst entscheiden. Vorgesehen ist dabei eine Zugstrecke von Ulm nach Wendlingen und, nach Umgehung des Eichelbergs, eine weitere Strecke nach Stuttgart, in den neuen Bahnhof, wobei auch der Flughafen und das neue Messegelände passiert werden sollen. Dass durch diesen Umbau sowohl Ulm als auch Stuttgart näher an Handel und auch Tourismus angeschlossen wären beteuerte Rivoir glaubhaft. In einer Diskussion mit den Jusos wurden jedoch auch vermeintlich negative Aspekte wie die Eingrenzung der Stuttgarter Grünanlagen, der Denkmalschutz der Bahnhofshalle und die Verschlechterung von Nahverkersverbindungen, wie sie durch den Umbau entstehen könnten diskutiert. Dabei blieb zwar auch der finanzielle Aspekt nicht außen vor, jedoch überwog der positive Gedanke, dass durch die äußerst geringe Fahrtzeit von knapp dreißig Minuten zum Stuttgarter Flughafen, dieser so nah an Ulm gelegen wäre, dass Ulm praktisch einen eigenen Flughafen bekommen würde, was wiederum Stoibers Theorie bestätigt.
Ein weiteres, nicht minder wichtiges Thema war die Bildung in Deutschland. Auf der gemeinsamen Basis der Ablehnung von Studiengebühren, erklärte Martin Rivoir den Ulmer Jusos, dass die Landtagsfraktion in Zukunft ein Auge darauf haben werde, wie die gezahlten Studiengebühren genutzt werden. Dass zum Beispiel bis zu einem Drittel der 500 Euro Studiengebühren für Verwaltungskosten eingehen ist sicher nicht in Ordnung. Ein zentrales Problem sahen sowohl Rivoir als auch die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der bestehenden frühen Selektion im deutschen Bildungssystem. Möglichst langes gemeinsames Lernen und die Abschaffung der Hauptschule sollten von der SPD angepeilt werden. Jedoch solle in Zukunft auch die individuelle Förderung eines jeden Schülers mehr im Fordergrund stehen. „Denn obwohl nicht jeder von uns Akademiker werden muss, hat doch jeder ein spezielles Talent, das ihn, auch im Berufsleben, weiterbringen kann und auf das wir setzen müssen.“ so Rivoir. Diese individuelle Förderung solle vom Kindergarten an ermöglicht werden, bestimmten sowohl Jusos als auch Landtagsabgeordneter.
Auch über Armut wurde gesprochen, wobei die Ulmer Jusos, die sich zuvor ausführlich mit diesem Thema auseinander gesetzt hatten, ihren Mandatsträger dazu anregten dieses Thema auch in der Region zu verfolgen und auch im Stadtrat einzubringen. So diente dieses gemeinsame Gespräch dem Austausch, wobei beide Seiten das Ihrige loswerden konnten.