Zum Abschluss des Themenbereiches Arbeit und Wirtschaft , mit welchem sich die Ulmer Jusos seit Anfang Mai beschäftigten, fand am heutigen Sonntag zu diesem Thema ein Seminar für und mit Jusos aus Ulm und Region statt. Passenderweise im Haus der Gewerkschaften wurde über die Ausbildungssituation in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis, über Beschäftigungspotentiale im sozialen Dienstleistungsbereich und über die Lohnentwicklung in Deutschland in den letzten Jahren gesprochen.
Zum Abschluss des Themenbereiches Arbeit und Wirtschaft , mit welchem sich die Ulmer Jusos seit Anfang Mai beschäftigten, fand am heutigen Sonntag zu diesem Thema ein Seminar für und mit Jusos aus Ulm und Region statt. Passenderweise im Haus der Gewerkschaften wurde über die Ausbildungssituation in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis, über Beschäftigungspotentiale im sozialen Dienstleistungsbereich und über die Lohnentwicklung in Deutschland in den letzten Jahren gesprochen.
Eine Einführung in die Beschäftigung im sozialen Dienstleistungsgewerbe, sowie in demographische Entwicklungen und die sich damit ergebenden Arbeitsmarktpotentiale im Bereich der Pflege, der Pharmaindustrie gab der ehemalige AOK-Geschäftsführer und SPD-Kreisvorsitzende Manfred Müller. Bei der sich an sein Impulsreferat anschließenden Diskussion wurden auch Finanzierungsmodelle der Pflege erörtert. Im Ganzen wurde noch einmal klar, dass im sozialen Dienstleistungssektor vor allem zukunftsorientiert gesehen immense Beschäftigungspotentiale liegen, diese jedoch auch politische Gestaltung erfordern.
Die Ulmer ver.di- Geschäftsführerin Maria Winkler sprach über die Lohnentwicklung der letzten Jahre in der Bundesrepublik und machte dabei klar, dass gegenüber einem Zuwachs am Volkseinkommen in den vergangenen Jahren die von Arbeitnehmern bezogenen Löhne immer weiter schrumpften, während Vorstandsgehälter ein kaum vorstellbares Volumen erreichten. Zwar war dies den Jusos, die selbstredend den gesetzlichen Mindestlohn fordern, nicht fremd, dass jedoch Unternehmenssteuerreformen wie von der gegenwärtigen Regierung und leider auch Rot-grün initiiert, keinesfalls den erhofften Gewinn von Arbeitsplätzen verschafften, sondern nur den großen Geldbeutel ent- und den kleinen belasten, wurde noch einmal deutlich.
Zum Abschluss des Seminars referierte Dr. Franck von der Ulmer IHK zur Ausbildungsplatzsituation in Ulm und Umgebung. Während Ulm im bundesweiten Vergleich die zweitbeste Ausbildungssituation aufweisen kann und hier für die allermeisten Bewerber ein passender Ausbildungsplatz gefunden wird, wurde auch über Probleme und mögliche Lösungsansätze für andere Regionen diskutiert. Dabei kam auch die Ausbildungsplatzumlage zur Sprache, jedoch wurde deutlich, dass auch Partnerschaftsprojekte zwischen Schulen und Betrieben, wie sie zum Teil in Ulm laufen, alternativ oder ergänzend Ausbildungsverhältnisse ermöglichen können.
So war dieses Arbeits- und Wirtschaftspolitikseminar sowohl Anregung zu neuen politischen Vorhaben als auch Vertiefung wirtschaftlicher Zusammenhänge und Entwicklungen und sowohl für Jusos als auch für Referenten ein zweckmäßiger Zeitvertreib an einem sonnigen Sonntagmittag.