Jusos Ulm

Solidarisch in Ulm

Seminar Kommunalpolitik

Veröffentlicht am 01.02.2008 in Pressemitteilungen
2009 stehen der Stadt Ulm Kommunalwahlen ins Haus. Das bedeutet für die Parteien, eine personelle wie auch inhaltliche Aufstellung vorzunehmen. Dabei ist zumindest die Ulmer SPD durchaus nicht allein gelassen, auch ihre Jugendorganisation, die Ulmer Jusos wirken mit. Wertvolle Tipps und Anregungen hierfür konnten sich die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten am vergangenen Samstag bei ihrem kommunalpolitischen Seminar holen.



Mindestlohn. Onlinedurchsuchungen. Klimaschutz. Nicht selten liegt es für eine politische Jugendorganisation näher, sich mit bundespolitischen Themen auseinanderzusetzen, als damit, wie viele Bushaltestellen die Stadt Ulm braucht oder wie sich die kommunale Müllentsorgung gestaltet. Nichtsdestotrotz sind auch diese Themen politisch bedeutsam und haben Auswirkung auf Tausende Bürger. Deshalb und weil es im Jahr 2009 um den Gemeinderat geht, beschäftigten sich die Ulmer Jusos auf ihrem kommunalpolitischen Seminar mit einem möglichen Kommunalwahlprogramm und mit der Frage nach der besten Aufstellung für den Wahlkampf. Hierzu wurden sie von Ariane Zürn, einer für ihr Alter erfahrenen Kommunalpolitikerin beraten. Sie, die mit 23 Jahren in den Stuttgarter Gemeinderat gewählt wurde, konnte den Jusos Tipps dazu geben, wie eine Liste der Bevölkerungsstruktur entsprechend aufgestellt wird und welche Themen von jungen Politikern angesprochen werden sollten, um alle Altersklasse zu erreichen. Nachdem diese grundsätzlichen Fragen geklärt waren, ging es um Inhalte, die in Ulm, um Ulm und um Ulm herum von Bedeutung sein könnten. Wie kann der Ghettoisierung mancher Ulmer Stadtteile entgegengewirkt werden? Ist es möglich, in Ulm einen Sprayer- Pass einzuführen, der es Jugendlichen erlaubt, sich an ausgewiesenen Wänden zu verkünsteln? Diesen und weiteren Fragen gingen die Ulmer Jusos nach. Anschließend bekamen sie Besuch von Murat Akgün, einem Integrationsbeauftragten der Ulmer Arbeiter- Wohlfahrt. Er erörterte mit Ihnen, wie Integration ausländischer Mitbürger im Allgemeinen funktioniert und wie man in Ulm dafür sorgen kann, dass Einwanderer besser in alle Lebensbereiche einbezogen werden. Dabei spielten die Gegebenheiten in örtlichen Sportvereinen, sowie lokale Sprachförderungsprogramme eine Rolle.



So wie bei einer Umfrage der Ulmer Jusos erst kürzlich die Frage lautete „Was würdest du tun, wenn du OberbürgermeisterIn Ulms wärst?“, gingen die Jusos auf ihrem Seminar für sich selbst der Frage nach, wofür sie sorgen werden, wenn sie dem Ulmer Gemeinderat angehören.