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Auf unserer Jahreshauptversammlung fanden die jährlichen Neuwahlen des Kreisvorstandes statt. Dabei wurde Christian Röhl zum neuen Kreissprecher, in der Funktion des Kreisvorsitzenden, gewählt. Sein Team besteht nun aus Matze, Sarah Rether, Daniel Ihle und Amelie Häussler.
Das Arbeitsprogramm ist auch dieses Jahr wieder sehr umfangreich. So werden wir uns, neben der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit, auch mit Themen wie der Steuergerechtigkeit und der familiengerechten Stadt auseinandersetzen.
Haben Sie in letzter Zeit versucht, morgens zur Stoßzeit mit einem Bus an die Universität zu fahren? Um einen Stehplatz zu ergattern muss man quetschen und drängeln, an einen Sitzplatz ist ab dem Hauptbahnhof nicht mehr zu denken. Dasselbe Bild ergibt sich bei der Rückfahrt in die Stadt. "In unseren Augen nimmt die SWU ihren Beförderungsauftrag hier nur höchst unzureichend wahr" sagt Norbert Rupsch, Kreisvorsitzender der Ulmer Jusos. Dabei ist die Situation nicht neu: Bereits zum vergangenen Wintersemester fuhren die Busse an der Kapazitätsgrenze. Die Studierendenzahl hat sich inzwischen allein an der Universität auf knapp 10.000 erhöht. Völlig unabhängig vom Streik der Busfahrerinnen und Busfahrer hat sich die Lage nochmals erheblich verschärft. Die Jusos stellen hier die Frage, warum trotz aller nur möglicher Anzeichen die Entwicklung verschlafen wurde. "Zwar begrüßen wir, dass ab Dezember die Taktung der Linie 3 auf 3,3 Minuten verkürzt wird, doch bis dahin muss etwas geschehen" fordert Matthias Burger, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe. Um diese Zeit zu überbrücken fordern die Jusos, dass zu den Stoßzeiten zusätzliche E-Busse eingesetzt werden. Falls es dazu notwendig ist, sollten hierfür auch Busse regionaler Busunternehmen ausgeliehen werden. Langfristig müsste die Einrichtung einer Expressbus-Linie vom Ehinger Tor zur Universität in Betracht gezogen werden.
Seit mehreren Wochen fährt die NPD durch die Bundesrepublik, um mit antieuropäischen Parolen auf sich aufmerksam zu machen. Auf ihrer Tour machen sie dabei auch Station in Ulm. Aus diesem Grund rufen die Jusos Ulm, zusammen mit dem Bündnis „Ulm gegen Rechts“, dazu auf, sich den Nazis heute entgegen zu stellen. Dazu erklärte der Kreisvorsitzende Norbert Rupsch: „Ulm wird für die „Deutschlandfahrt“ der NPD ein weiteres Desaster werden. Wir werden zeigen, dass für deren Gedankengut, dass sie hier verbreiten wollen, kein Platz ist.“ Gemäß des Mottos „Laut für Toleranz!“ ruft das Bündnis dazu auf, um 15:30 zum Treffpunkt vor dem Haus der Gewerkschaften am Weinhof 23 zu kommen, um den Nazis, wie auch schon im Jahr 2009, kein Gehör zu schenken, und ihre wenig gehaltvollen Parolen mit Lärm zu übertönen.
Auch die Jusos sprechen sich weiterhin dafür aus, dass die NPD endlich verboten gehört. So kommentiert Juso-Kreisvorstandsmitglied Amelie Häussler zum Schluss: „Die Morde des Zwickauer Trios haben bewiesen, dass der Einsatz von V-Leuten in den Organisationen der Neonazis keinen Sinn ergibt. Die weitere finanzielle Förderung dieser Partei muss ein Ende haben!“