Ulmer Jusos fordern Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland. �Wir fordern den Ausstieg aus dem Wehr- und Zivildienst.� So lautet die jüngst beschlossene Forderung der Jungsozialisten aus Ulm. Die Abschaffung dieses überkommenen und ungerechten Systems sei längst überfällig, erklärt Sprecherin Michaela Strobel. �Durch die Verkleinerung der Bundeswehr können nur noch 20 Prozent der Wehrpflichtigen tatsächlich eingezogen werden und müssen den militärischen Dienst leisten, der Rest kommt daran vorbei. Diese Ungerechtigkeit ist nicht tragbar!�, so die Sprecherin weiter.
Ulmer Jusos fordern Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland.
„Wir fordern den Ausstieg aus dem Wehr- und Zivildienst.“ So lautet die jüngst beschlossene Forderung der Jungsozialisten aus Ulm. Die Abschaffung dieses überkommenen und ungerechten Systems sei längst überfällig, erklärt Sprecherin Michaela Strobel. „Durch die Verkleinerung der Bundeswehr können nur noch 20 Prozent der Wehrpflichtigen tatsächlich eingezogen werden und müssen den militärischen Dienst leisten, der Rest kommt daran vorbei. Diese Ungerechtigkeit ist nicht tragbar!“, so die Sprecherin weiter.
Die allgemeine Wehrpflicht, in der Bundesrepublik 1956 eingeführt und 1968 im Grundgesetz verankert, verpflichtet junge Männer entweder den militärischen Wehrdienst oder den Zivildienst in anerkannten sozialen und ökologischen Einrichtungen abzuleisten. Jeder als tauglich eingestufte Mann im Alter von 18 bis 23 Jahren muss prinzipiell neun Monate lang diesen Dienst absolvieren.
Dass aber diejenigen, die den militärischen Dienst verweigern öfter eingezogen werden verschärfe die Ungerechtigkeit noch, so die Meinung der Ulmer Jugendlichen. Weiter erklären die JungsozialistInnen aus der Donaustadt, die Wehrpflicht sei den modernen Anforderungen an eine Armee nicht angepasst. Zum Beispiel sei Deutschland seit dem Zerfall des Warschauer Paktes und der EU-Osterweiterung nur noch von befreundeten Staaten umgeben, eine ständige Wehrhaftigkeit also nicht mehr nötig. Insgesamt müsse Deutschland komplett entmilitarisiert werden, dazu sei ein Ende der Wehrpflicht ein erster Schritt.
Ein allgemeines, verpflichtendes soziales Jahr lehnt der Ulmer SPD-Nachwuchs ab. „Aufgeklärte, verantwortungsbewusste und selbstbewusste Bürger können in keiner „Schule der Nation“ jeglicher Art gebildet werden – dazu bedarf es anderer Mittel.“, so weiter die Sprecherin der Ulmer Jusos.